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Beitrag Titel: Zwei Varianten für Fusion
Zwei Varianten für Fusion

Naumburger Vereine 05 und NBC arbeiten akribisch am geplanten Zusammenschluss, müssen aber noch bürokratische Hürden überwinden. Hoffnung auf große Baumaßnahmen.


Naumburger-Tageblatt: Die geplante Fusion der beiden Naumburger Fußballvereine NSV 05 und NBC 1920 soll nun im zweiten Anlauf (nach dem ersten misslungenen vor fünfeinhalb Jahren) gelingen. So jedenfalls wünschen es sich die beiden Vorsitzenden Ulrich Klose und Jan Walter, und sie können sich dabei auch der übergroßen Unterstützung der Mitglieder ihrer Vereine sicher sein. Zumindest wurde dies auf den Jahreshauptversammlungen, die am Freitag vergangener Woche zeitgleich stattfanden, so deutlich. „Die erfolgreiche Jugendspielgemeinschaft sowie die gemeinsame Reserve bei den Männern und das gemeinsame Altherrenteam zeigen ja bereits, dass wir uns gut verstehen und die Rivalität nicht mehr wie in früherem Maße vorhanden ist“, so NBC-Präsident Jan Walter.

Ziel beider Seiten ist es, den Zusammenschluss zu Beginn der kommenden Saison unter Dach und Fach zu bringen. Auf welchem Weg dies geschieht, steht allerdings noch nicht fest. Tageblatt/MZ hat in einem Gespräch mit den Vereinsvorsitzenden die wichtigsten Fakten erörtert.

Der formelle Weg: Es gibt zwei Möglichkeiten, wie der Zusammenschluss vollzogen werden kann:

Variante a) Fusion durch Neubildung (beide Vereine lösen sich auf und gründen sich dann gemeinsam neu);

Variante b) Fusion durch Aufnahme (ein Verein benennt sich um und ändert Farbe und Satzung - das wäre in diesem Fall 05, weil im Männerbereich höchstklassig spielend -, und der andere Verein tritt dem umbenannten Club bei).

Beide Seiten favorisieren die erste Variante. „In diesem Fall müsste uns der Fußballverband Sachsen-Anhalt jedoch gestatten, die Spielklassen im Senioren- und Jugendbereich beizubehalten, was bei einer Fusion durch Neubildung nur durch eine Sondergenehmigung des FSA-Präsidiums möglich ist“, erläutert 05-Vorsitzender Ulrich Klose. Der FSA müsste quasi einen Präzedenzfall schaffen, „aber warum auch nicht?“, so Klose.

Müssten die beiden Naumburger Vereine indes die b-Variante umsetzen, liefe es auf die gleiche Vorgehensweise wie beim ersten Anlauf im Jahr 2010 hinaus. Der NBC wäre dann quasi der Beitretende. „Das ist uns bewusst, und wir sehen da keine Probleme“, so Jan Walter. Und Klose springt ihm bei: „Natürlich würden wir auch in diesem Fall auf unsere jetzigen Vereinsfarben verzichten. Die formelle Schiene einer solchen Fusion ist ja die eine Seite, die emotionale Schiene die andere und ebenso wichtig.“ Die letzte Entscheidung über die Fusion treffen die Mitglieder beider Vereine schließlich in parallel durchzuführenden Versammlungen, wobei jeweils eine Zwei-Drittel-Mehrheit als Zustimmung nötig ist (übrigens sind jeweils auch die Eltern der Jugendspieler stimmberechtigt). Der größte Teil der Vorarbeit ist bereits geleistet; so hat zum Beispiel der NBC seine Mitgliedsbeiträge erhöht und damit denen der 05er angepasst.

Die Zeitschiene: Auf seiner Präsidiumstagung am 7. Dezember will sich der FSA mit dem Vorhaben der Naumburger beschäftigen. Anschließend soll den 05- und NBC-Vorständen mitgeteilt werden, auf welche Weise (also mit der a- oder b-Variante) die Fusion auf den Weg gebracht werden kann. Bis 1. März 2016 müssen die beiden Naumburger Vereine ihren offiziellen Fusions-Antrag dann beim Landesverband einreichen. Pünktlich zum Beginn der Saison 2016/17 soll der Zusammenschluss in Sack und Tüten sein. Nach jetzigem Stand geht man davon aus, dass der neue Club drei Männermannschaften ins Rennen schicken würde. Wäre die aktuelle Saison jetzt schon zu Ende, würden diese Mannschaften weiterhin in der Landesklasse, der Kreisoberliga Burgenland und der Kreisliga spielen.

Name, Farben, Vorstand: „Über den Namen des fusionierten Clubs haben wir uns noch keine größeren Gedanken gemacht“, sagt Jan Walter. Eine Möglichkeit wäre, dass man über eine Vorschlagsliste abstimmen lässt. Auch die künftigen Vereinsfarben stehen noch nicht fest. „Als Kompromiss könnten wir uns zum Beispiel Rot-Schwarz vorstellen. Dann bringt jede Seite einen Teil mit ein“, berichtet Ulrich Klose. Bislang sind Schwarz-Gelb (05) und Rot-Weiß (NBC) die offiziellen Vereinsfarben. Mit Blick auf den künftigen Vorstand des neuen Clubs favorisieren Walter und Klose folgende Variante: Ein Neutraler oder eine Neutrale wird Präsident/in, und die beiden jetzigen Vereinschefs fungieren künftig als gleichberechtigte Stellvertreter.

Die Spielstätten:
Wie schon beim ersten Anlauf vor fünfeinhalb Jahren geplant, sollen die Männermannschaften künftig im Stadion Saalestraße spielen, während die Sportanlage Hallescher Anger zum Zentrum des Nachwuchsbereichs wird (auch mit dem nun sicheren Neubau des Funktionsgebäudes, wir berichteten). „Aus persönlicher Sicht tut mir das natürlich ein wenig leid, weil der Anger mit jetziger Vereinsbrille gesehen meine Lieblingsspielstätte ist. Aber es ist natürlich auch klar, dass wir an unserem Vorhaben, den Männerbereich komplett ins Stadion zu verlegen, festhalten werden“, sagt Ulrich Klose. In puncto Sanierung des Sportplatzes Saalestraße gibt es möglicherweise ebenfalls gute Perspektiven (siehe nebenstehenden Beitrag „Förderung: 1,5-Millionen-Spritze“).

Die Traditionen: In der bereits 110- beziehungsweise 95-jährigen Geschichte der beiden Naumburger Clubs findet man zahlreiche Vereinsnamen; auch Zusammenschlüsse gab es da schon. Vorgänger der 05er waren zum Beispiel Motor und FSG, und der Naumburger BC hieß früher Rotation, Einheit, TSG, Wi-We-Na oder Mewa. Diese Traditionen sind den beiden jetzigen Vereinschefs und ihren Mitstreitern sehr wichtig; sie sollen auch in Zukunft gepflegt werden. „Wir wollen genau in beide Vereine hineinhorchen, wollen wissen, welche Tendenzen es gibt“, formuliert es Ulrich Klose. Und: Sollte es Tendenzen gegen eine Fusion geben und sollten sich diese verstärken, würde man das Projekt gar nicht erst ein zweites Mal angehen. „Ein erneutes Scheitern wollen wir unbedingt verhindern“, so Jan Walter.

Sponsoren: „Es ist nicht so, dass potenzielle Geldgeber jetzt bei uns Schlange stehen und nur darauf warten, dass ein neuer Club gebildet wird, den sie dann großzügig unterstützen wollen“, sagt Ulrich Klose. „Beide Vereine stehen allerdings schon jetzt auf soliden finanziellen Beinen“, betont Jan Walter. Natürlich, bestätigen die beiden Vorsitzenden, werde es nach einer Fusion Synergieeffekte geben, „ermöglicht uns ein Zusammenschluss ein besseres Auftreten in der Öffentlichkeit. Da hätten wir dann ein ganz anderes Standing“, so 05-Chef Klose.

Sportliche Ziele: „Wieder in der Landesliga zu spielen, ist für uns natürlich schon erstrebenswert. Wir wollen den Fußball in Naumburg und im südlichen Sachsen-Anhalt stärken“, erklärt Ulrich Klose. „Aber ein Träumen von der Oberliga oder Ähnlichem gibt es nicht.“ Und Jan Walter ergänzt: „Wichtig ist, dass wir weiterhin eine gute Nachwuchsarbeit leisten.“
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